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Geschichte der heutigen Citykirche Alter Markt - St. Mariä Himmelfahrt

Inneres: 
Die Pfarrkirche in ihrer heutigen Gestalt ist ein spätgotischer Bau, der von einem mächtigen quadratischen Westturm geprägt wird. Den Besucher empfängt ein dreischiffiger Raum, der in seiner Weite und Schlichtheit stark beeindruckt. Die Wände des Mittelschiffes werden von jeweils fünf starken Säulen getragen und öffnen sich in die Seitenschiffe in weiten, einfach profilierten Arkaden. Darüber tragen vorgesetzte Halbsäulen über grob modellierten Blattkapitellen vierteilige Kreuzrippengewölbe. Die Fenster des Obergadens sind dreigeteilt. Ihr unterer Teil ist, bedingt durch die hohen Seitenschiffdächer, als Blende gestaltet. Der Westturm öffnet sich in das Mittelschiff mit einem schmalen Bogen. Ihm antwortet im Osten ein kleiner, polygonal geschlossener Chor, dessen Fenster reiches Maßwerk zeigen. Die Seitenschiffe sind im Osten flach geschlossen. Sie sind ebenfalls mit vierteiligen Kreuzrippen-gewölben gedeckt, die durch breite Gurte voneinander geschieden sind. Sie sitzen zum Mittelschiff hin auf den Säulen der Arkaden auf, während sie an den Außenmauern ohne Kämpferprofile in die Wandvorlagen geführt werden. Im Westen werden die Seitenschiffe von kleinen, siebeneckigen Kapellen geschlossen, die eine Zutat des 19. Jh. sind und seither die Eingänge zur Kirche aufnehmen. 

Ausstattung: 
Von den früheren sieben Altären ist heute keiner mehr erhalten. Bewahrt ist uns aus der Entstehungszeit der Kirche ein schwerer achtseitiger Taufstein. Aus der weiteren Ausstattung seien hervorgehoben: eine Madonnenfigur aus dem 16. Jh. (südl. Seitenschiff) und die Kreuzigungsgruppe des Chores (ebenfalls 16. Jh.); ferner das Bild der Hl. Dreifaltigkeit von F A. Schaeffter im südl. Seitenschiff (ca. 1750) und ein Gemälde der Kreuzigung in der nördl. Eingangshalle (17. Jh.). Aus neuester Zeit stammen: die farbige Fensterverglasung von J. Klos (1968), Altar und Ambo von P Haak(1968) sowie der große Tabernakel im nördl. Seitenschiff von A. Sous(1970). Die Ausstattung wird vervollständigt von der großen Orgel aus dem Jahre 1975, die über 32 Register verfügt, sowie einer kleineren Chororgel aus dem Jahre 1982 (beide von L. Fischer). Die drei Glocken des Kirchturms wurden 1924 (eine Glocke) und 1950 von der Glockengießerei Ott in Bremen angefertigt. 

Äußeres: 
Der Akzent der Kirche liegt im Westen, auf dem hohen, vorgelagerten Turm. Er zeigt eine Gliederung in vier Geschosse: im Erdgeschoß drei große, leicht spitzbogige Blenden; darüber drei schmale, durch Lisenen voneinander abgesetzte und von je zwei Rundbögen geschlossene Blenden; im 3. und 4. Geschoß zwei vorgesetzte dreiteilige Maßwerke, die im oberen, der Glockenkammer, geöffnet sind. Der Turm wird von einem hohen achteckigen Helm bekrönt. Langhaus und Chor werden durch einfache Strebepfeiler sowie ein breites Simsband gegliedert. Die Strebepfeiler des Chores sind wie auch die der Seitenschiffe zweifach abgetreppt. Die Kapellen des 19. Jh. tragen achtseitige Turmdächer. Zwischen ihnen und dem Hauptturm befinden sich kleine Treppentürme, die bis unter das dritte Geschoß des Hauptturmes ragen und deren Haubendächer an den Hauptturm herangeführt sind. 
Werner Wingenfeld 

 
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