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Ökumene in der Innenstadt von Mönchengladbach

Ökumene in der Innenstadt, zu der die ev. Friedenskirchengemeinde, die Ev. Christuskirchengemeinde und die neue katholische Pfarre St. Vitus sowie die Citykirche gehören, lebt indem sie gelebt wird!
Regelmäßig trifft sich eine Gruppe, die sich bewusst offen für neue Teilnehmer versteht, um neue ökumenische Impulse zu überlegen und zu planen. So ist z. B. in diesem Kreis die Idee eines ersten ökumenischen Festes entstanden, das unter großer Beteiligung verschiedenster Gemeinden und Gruppen auf dem Kapuzinerplatz gefeiert wurde.

Ökumene lebt nicht nur von diesen highlights, sie lebt besonders auch von den regelmäßigen Begegnungen, Kontakten, gelebter diakonischer Pastoral und gemeinsamen Veranstaltungen.

„Die Menschen schauen auf uns, ob wir ein gemeinsames Glaubenszeugnis geben oder ständig auf der Hut voreinander sind. Eine zerstrittene Christenheit gibt kein glaubwürdiges Zeugnis ab. Wir müssen vielmehr deutlich machen, dass wir im Grundsätzlichen, aber auch in ganz vielen Einzelfragen übereinstimmen und bei dem, was uns noch trennt, ehrlich um Überwindung bestrebt sind und uns nicht gemütlich in unser eigenes Sosein eingerichtet haben. Was wir tun und sagen, darf vor allem nicht den Eindruck erwecken, es richte sich gegen die Menschen und gegen die Ökumene. Jesus Christus will, dass alle eins seien.“

Landesbischof Johannes Friedrich

Aus dem Pastoralkonzept zur Ökumene
In der Pfarre Sankt Vitus hat sich seit langem eine vielfältige, lebendige und fruchtbare ökumenische Zusammenarbeit entwickelt, die eine hohe Bedeutung für unsere fünf katholischen und die zwei evangelischen Gemeinden (Christuskirchen-gemeinde, Friedenskirchengemeinde) hat.  
Als Zielvorstellung orientiert sich unsere Ökumene an folgenden Grundsätzen:

Ökumene ist eine biblische Bitte und Verpflichtung für die Zeugenschaft der Kirche Jesu Christi (Joh 17,17ff).
Ökumene ist notwendig, um glaubwürdig im 21. Jahrhundert die biblische Botschaft
in unserer deutschen / europäischen / globalen Gesellschaft zu vertreten und sie
nicht im unnötigen Konkurrenzkampf untereinander zu verdunkeln.
Ökumene ist ein Friedensprozess und ein Friedenszeichen der christlichen Kirchen
für die Bereitschaft und Fähigkeit zum Dialog auch mit anderen Religionen.
Ökumene bezieht alle vor Ort befindlichen Konfessionen mit ein, sie beschränkt sich nicht
auf den evangelisch-landeskirchlichen – römisch-katholischen Dialog.
Ökumene erfordert Bewusstsein für die eigenen gefühlsmäßigen und kulturellen Prägungen
und Offenheit im reflektierten Umgang damit.
Ökumene freut sich am Reichtum, den die Partner einbringen.
Ökumene erfordert Bereitschaft zum kritischen Dialog und zur Entwicklung einer Streitkultur
über das rechte Verständnis des christlichen Glaubens. Das Übergehen von Unterschieden
und Problemen hat keine Nachhaltigkeit.
Ökumene hat eine immer größere Einheit der Kirchen in ihrer Vielfalt zum Ziel, keine Einheitskirche.
Ökumene ist kein zusätzliches Arbeitsfeld für besonders Interessierte, sondern sollte immer mehr
zum integralen Bestandteil der jeweils eigenen Gemeindearbeit werden.
Ökumene hat eine Vision: die volle Abendmahlsgemeinschaft der Kirchen.
Ökumene bedenkt die Zusammenarbeit aller gottgläubigen Menschen.
Deshalb hat sie auch keine Berührungsängste zum Judentum und Islam.

 
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