Gladbach war noch zu Anfang des letzten Jahrhunderts eine kleine Landstadt mit der altehrwürdigen Benediktinerabtei als Mittelpunkt. Im Jahre 1812, gegen Ende der französischen Zeit des Rheinlandes, umschloß die Stadtmauer ein Gebiet von knapp 12 ha mit wenig mehr als 300 Häusern 1100 Einwohnern.1 Die Straßenbezeichnung „An der Stadtmauer" sagt noch heute, wo die Mauer verlief. Alle katholischen Einwohner - das waren 80-90% - bildeten eine Pfarre. Mariae Himmelfahrt am Alten Markt; zu ihr gehörte aber auch das umliegende Land mit den Ortschaften Hardterbroich, Eicken, Lürrip, Venn, Hehn, Waldhausen, Windberg u. a. Um in die Kirche zu kommen, hatten manche Pfarrangehörige Wege von mehr als einer Stunde Sonntag für Sonntag zurückzulegen. Die Gegend, die jetzt den Pfarrbezirk von St. Albertus bildet, war noch unbebaut; durch Gartengrundstücke, die zum jetzigen Straßensystem völlig quer lagen, führte der "Kirchweg" aus der Stadt nach Eicken; ihn kreuzte der "Hasenpfad, von dem noch ein Stück hinter den Häusern der oberen Kaiserstraße erhalten ist. Wo jetzt die Albertuskirche steht, war das „Drieschfeld".
In der Mitte des letzten Jahrhunderts setzte im Zuge der Industrialisierung die Bebauung ein, und die Straßen, die wir noch heute haben, wurden angelegt. Viele Straßennamen erinnern an die damalige Zeitgeschichte, z.B. Kaiser- und Regentenstraße; nach preußischen Generälen sind die Yorck-, Steinmetz- und Blücherstraße benannt. Die Entstehung der Albertuskirche hat eine bewegende Vorgeschichte, die wir hier darstellen wollen.3 Am 2. Jan. 1862 kamen 3 Schwestern von den Genossenschaft der „Armen Dienstmägde Jesu Christi" aus Dernbach
Am 10. August fuhren 100 Jugendliche unserer Gemeinde unter Führung von Herrn Kaplan Reger für 3 Wochen zu Ferien in die Schweiz. Ihm zur Seite stand eine Reihe jugendlicher Gruppenleiter, die ehrenamtlich 3 Wochen ihrer Ferien zur Verfügung stellten. Mit Wirkung vom 1. 11. 64 wurde die bisherige „Vikarie" St. Albertus „aus den Pfarren St. Mariä Himmelfahrt in Mönchengladbach und St. Mariä Rosenkranz in Mönchengladbach ausgepfarrt und zur Pfarre erhoben". So bestimmte es die vom 10. Oktober 1964 datierte Urkunde des Bischofs mit dem feierlichen Kopf: „Johannes durch Gottes Erbarmen und des Heiligen Apostolischen Stuhles Huld Bischof von Aachen. Urkunde über die Errichtung der Pfarre St. Albertus in Mönchengladbach, Dekanat Mönchengladbach-Südwest." Damit war der lang ersehnte Wunsch Wirklichkeit geworden, die St. Albertusgemeinde hatte endlich die Selbständigkeit erhalten. Zum Pfarrer wurde Gottfried Sommer ernannt, der aber wegen seiner bisherigen Tätigkeit für St. Albertus erwirkte, dass auf die formelle Pfarreinführung verzichtet wurde. Jetzt endlich war die Pfarrgemeinde selbst Eigentümer der Kirche und des Pfarrhauses. 78 Jahre lang war es die Hauptpfarre St. Mariä Himmelfahrt gewesen. Darüber hinaus besaß die junge Pfarre kein Eigentum. - Die Kirchenangestellten waren nun nicht mehr Angestellte der Hauptpfarre, sondern Angestellte der Pfarre St. Albertus. Zwei Drittel der Pfarrangehörigen stammten aus der Hauptpfarre, ein Drittel aus der Pfarre St. Maria Rosenkranz, die im Zusammenhang mit der Pfarrerrichtung weitere Straßenteile an St. Albertus abgab.
Folgend finden Sie die Texte zur Geschichte "100 Jahre St. Albertus" und die "Pfarrchronik von 1985 bis 1995" als pdf Datei zum herunterladen.
100 Jahre St.Albertus
426.28 Kb
Pfarrchronik von 1985 bis 1995
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1. Die Entstehungsgeschichte
1.1 Die "Armen Dienstmägde Jesu Christi" und das Arbeiterinnenhospiz.
Gladbach war noch zu Anfang des letzten Jahrhunderts eine kleine Landstadt mit der altehrwürdigen Benediktinerabtei als Mittelpunkt. Im Jahre 1812, gegen Ende der französischen Zeit des Rheinlandes, umschloß die Stadtmauer ein Gebiet von knapp 12 ha mit wenig mehr als 300 Häusern 1100 Einwohnern.1 Die Straßenbezeichnung „An der Stadtmauer" sagt noch heute, wo die Mauer verlief. Alle katholischen Einwohner - das waren 80-90% - bildeten eine Pfarre. Mariae Himmelfahrt am Alten Markt; zu ihr gehörte aber auch das umliegende Land mit den Ortschaften Hardterbroich, Eicken, Lürrip, Venn, Hehn, Waldhausen, Windberg u. a. Um in die Kirche zu kommen, hatten manche Pfarrangehörige Wege von mehr als einer Stunde Sonntag für Sonntag zurückzulegen. Die Gegend, die jetzt den Pfarrbezirk von St. Albertus bildet, war noch unbebaut; durch Gartengrundstücke, die zum jetzigen Straßensystem völlig quer lagen, führte der "Kirchweg" aus der Stadt nach Eicken; ihn kreuzte der "Hasenpfad, von dem noch ein Stück hinter den Häusern der oberen Kaiserstraße erhalten ist. Wo jetzt die Albertuskirche steht, war das „Drieschfeld".
In der Mitte des letzten Jahrhunderts setzte im Zuge der Industrialisierung die Bebauung ein, und die Straßen, die wir noch heute haben, wurden angelegt. Viele Straßennamen erinnern an die damalige Zeitgeschichte, z.B. Kaiser- und Regentenstraße; nach preußischen Generälen sind die Yorck-, Steinmetz- und Blücherstraße benannt. Die Entstehung der Albertuskirche hat eine bewegende Vorgeschichte, die wir hier darstellen wollen.3 Am 2. Jan. 1862 kamen 3 Schwestern von den Genossenschaft der „Armen Dienstmägde Jesu Christi" aus Dernbach
1964
Am 10. August fuhren 100 Jugendliche unserer Gemeinde unter Führung von Herrn Kaplan Reger für 3 Wochen zu Ferien in die Schweiz. Ihm zur Seite stand eine Reihe jugendlicher Gruppenleiter, die ehrenamtlich 3 Wochen ihrer Ferien zur Verfügung stellten. Mit Wirkung vom 1. 11. 64 wurde die bisherige „Vikarie" St. Albertus „aus den Pfarren St. Mariä Himmelfahrt in Mönchengladbach und St. Mariä Rosenkranz in Mönchengladbach ausgepfarrt und zur Pfarre erhoben". So bestimmte es die vom 10. Oktober 1964 datierte Urkunde des Bischofs mit dem feierlichen Kopf: „Johannes durch Gottes Erbarmen und des Heiligen Apostolischen Stuhles Huld Bischof von Aachen. Urkunde über die Errichtung der Pfarre St. Albertus in Mönchengladbach, Dekanat Mönchengladbach-Südwest." Damit war der lang ersehnte Wunsch Wirklichkeit geworden, die St. Albertusgemeinde hatte endlich die Selbständigkeit erhalten. Zum Pfarrer wurde Gottfried Sommer ernannt, der aber wegen seiner bisherigen Tätigkeit für St. Albertus erwirkte, dass auf die formelle Pfarreinführung verzichtet wurde. Jetzt endlich war die Pfarrgemeinde selbst Eigentümer der Kirche und des Pfarrhauses. 78 Jahre lang war es die Hauptpfarre St. Mariä Himmelfahrt gewesen. Darüber hinaus besaß die junge Pfarre kein Eigentum. - Die Kirchenangestellten waren nun nicht mehr Angestellte der Hauptpfarre, sondern Angestellte der Pfarre St. Albertus. Zwei Drittel der Pfarrangehörigen stammten aus der Hauptpfarre, ein Drittel aus der Pfarre St. Maria Rosenkranz, die im Zusammenhang mit der Pfarrerrichtung weitere Straßenteile an St. Albertus abgab.
Folgend finden Sie die Texte zur Geschichte "100 Jahre St. Albertus" und die "Pfarrchronik von 1985 bis 1995" als pdf Datei zum herunterladen.
100 Jahre St.Albertus
426.28 Kb Pfarrchronik von 1985 bis 1995
209.75 Kb