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Die Geschichte der Orgeln in St. Maria Rosenkranz


Geschichte der Orgeln an St. Maria Rosenkranz, Mönchengladbach - Eicken

Von Heinz-Josef Clemens

Die Pfarre St. Maria Rosenkranz kann im Vergleich zu den Kirchen, die vor hunderten von Jahren erbaut wurden, keine sehr lange, wohl aber interessante Orgelgeschichte aufweisen. Die begann, als sich die Eickener Katholiken gegen Ende des 19. Jahrhunderts den langen Kirchgang zu der meist überfüllten Hauptpfarrkirche ersparen wollten. Es wuchs der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus in Eicken. In 1871 wurde ein Kirchbauverein gegründet, der fleißig und erfolgreich Geld bei der damaligen Bevölkerung besorgte. Schon seit 1872 gab es einen Kirchengesangverein, üblich war damals ein Chor nur aus Männerstimmen bestehend. Bereits zwei Jahre nach Gründung des Kirchbauvereins, wurde am 25. Mai 1873 der Grundstein gelegt. 1874 war der Rohbau fertig und es folgte die Einwölbung. Obwohl die neugotische Kirche 1875 fertig gestellt war, wurde sie erst im Dezember 1876 eingesegnet und dort die erste Messe gehalten. Entsprechend ihrem Patrozinium trug sie zunächst den Namen „Marienkirche”.

In den ersten Jahren nach der Fertigstellung musste man sich zur Begleitung und Führung des Gemeindegesanges mit einem Harmonium behelfen. Es wurde auch vorerst nur an Werktagen die heilige Messe gelesen, dann ab 1878 auch Sonntags. Konsekriert wurde das Gotteshaus erst 1887 und seit 1890 war St. Maria Rosenkranz eine selbstständige Pfarrgemeinde.

In den folgenden Jahren kamen nach und nach neue Einrichtungsgegenstände, die Beleuchtung, die Kirchenausmalung, das Pfarrhaus , sowie 1896 der Turm und die Orgelbühne hinzu. Am 14. Juni1897 beschloss der Kirchenvorstand die Beschaffung einer Kirchenorgel. Diese wurde, auf Initiative eines Anfang der 80er Jahre gegründeten Orgelbaukomitees, bei einem der führenden Orgelbauer des Rheinlandes bestellt. Es handelte sich um die Firma Ernst Seifert in Köln-Mannsfeld, die später auch die großen Orgeln der Kaiser-Friedrich-Halle, sowie im Neusser Münster und für die Basilika in
Kevelaer schuf. Die Kosten beliefen sich auf 14.200 Mark zuzüglich 462 Mark für die stummen Prospektpfeifen. Das Gehäuse zu dieser Orgel wurde nicht vom Orgelbauer gefertigt sondern bei der Firma Schipperges in Kleinenbroich zum Preise von weiteren 4.300 Mark hergestellt. Diese Firma war eine Kunstschreinerei, die vor allem Kirchenausstattungen lieferte, so auch für die Eickener Kirche Beichtstühle, Kommunionbank, Sakristeischrank, Windfänge und das Chorgestühl.

Karl- Heinz Thifessen, Archivar in St. Maria Rosenkranz und St. Elisabeth, hat sich neben verschiedenen Publikationen zur Eickener Pfarrgeschichte sowie den beiden Kirchen auch mit der Orgelgeschichte befasst. Ergebnisse seiner Recherchen hat er dem Verfasser des folgenden Beitrages zur Geschichte der Orgeln in St. Maria Rosenkranz als Skript zur Verfügung gestellt. Dafür sei ihm an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt.

 Geschichte der Orgeln in St. Maria Rosenkranz

 
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