• Pfarre Sankt Vitus

  • Aktuelles
  • Gemeinden
  • Kirche in der Stadt
  • Kontakt

Beiträge zur Eickener Pfarrgeschichte - St. Elisabeth - Nr. 2 - Grundsteinlegung


Zur Eickener Pfarrgeschichte

14. Mai 1933:

Grundsteinlegung der Kirche St. Elisabeth

von Karl-Heinz Thifessen

 

In diesen Tagen, da in den Presseberichten oft von Kirchenschließungen, Fusionen von Gemeinden und Umwidmungen von Kirchen die Rede ist, soll erinnert werden an die Grundsteinlegung der Kirche St. Elisabeth. Mitte Mai jährt sich dieses Ereignis zum 75. Mal..

Zunächst in einer knappen Darstellung einige wichtige Stationen vor der Grundsteinlegung:

Bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts gab es in Eicken mit St. Maria Rosenkranz nur eine katholische Kirche. Die Bewohner in Untereicken, und da sind in erster Linie die Kinder und Alten zu nennen, empfanden den Weg dorthin oft beschwerlich und mühsam. Eine Entlastung der Kirche war wegen der wachsenden Zahl katholischer Bürger in Eicken ebenfalls erforderlich. Alle Pfarrer von St. Maria Rosenkranz trugen sich daher mit dem Gedanken, ihren weiter entlegenen Pfarrkindern eine Filialkirche zu verschaffen.

Erste ernsthafte Bestrebungen gab es bereits unter Georg Christian Maria Rody, von 1915 bis 1925 Pfarrer in Eicken.  Er gründete nach den Währungsturbulenzen als Folge des ersten Weltkrieges 1924 einen Kirchenbauverein, welcher jedoch ohne größere Wirkung blieb.

Dicht gedrängt folgten zahlreiche Eickener
der feierlichen Zeremonie.


Neuen Schwung brachte der im Februar 1925 nach St. Maria Rosenkranz versetzte Franz Heinrich Hüpgens. Er war der dritte Eickener Pfarrer. Mit dem Erbe der Geschwister Kamper von der Künkelstraße stand ein solides finanzielles Fundament zur Verfügung. Nach langen Verhandlungen mit den Eigentümern und der Stadt Gladbach konnte das Grundstück Ecke Hohenzollern- / Bergstraße für den Bau der neuen Kirche erworben werden.

Am 9. Juli 1928 konstituierte sich im Gasthaus Bruno Eicker ein neuer Kirchenbauverein unter Vorsitz von Pfarrer Hüpgens, der die Planung des Gotteshauses in Untereicken nun tatkräftig vorantrieb. Vorrang hatte zunächst das Sammeln von Spenden. Die Bereitschaft der Bevölkerung zu Geldabgaben für den Kirchenneubau ist besonders hervorzuheben, denn die enorme Arbeitslosigkeit trieb zu Beginn der 30er Jahre immer mehr Menschen in die Armut.
Aus einem Wettbewerb für den Kirchenbau ging der Vorentwurf des Düsseldorfer Architekten Hermann Schagen als Sieger hervor. Die gesamte Bausumme sollte 210000 Mark nicht überschreiten.
Pfarrpatronin wurde Elisabeth von Thüringen, deren Todestag sich zum 700. Mal jährte.

Trotz des gewaltigen politischen Umschwungs in Deutschland erfolgte am 26. Februar 1933 der erste Spatenstich. Die Arbeiten gingen gut voran. Somit beschloss man, am 14. Mai feierlich den Grundstein zu legen.
Obwohl die Diözese Gladbach seit 1930 zum wiedergegründeten Bistum Aachen gehörte, war es für Pfarrer Hüpgens ein Herzenssanliegen, dass sein persönlicher Freund, Weihbischof Dr. Josef Hammels aus dem Erzbistum Köln, den Grundstein zur Kirche in Untereicken legte. Der Bischof von Aachen erteilte dazu seine Genehmigung.

Somit zog am 14. Mai nach der Maiandacht, von der Pfarrkirche St. Maria Rosenkranz aus, eine feierliche Prozession mit dem Weihbischof, zahlreichen Geistlichen, kirchlichen Vereinen, Bruderschaften, Kongregationen und den von Eickener Jugendlichen getragenen Grundstein durch die beflaggten Straßen zur festlich geschmückten Baustelle der neuen Kirche. Das Wetter war sehr wechselhaft, immer wieder gab es kräftige Regenschauern. Dennoch erwarteten mehrere hundert Menschen die Ankömmlinge. Die Westdeutsche Landeszeitung schrieb in ihrer Ausgabe vom 15.Mai 1933: »Der Kirchenchor sang auf dem von Gläubigen dicht gesäumten Prozessionsweg mehrere Hymnen unter Begleitung des Blasorchesters.«

Nach ihrer Ankunft begaben sich der Weihbischof und die Geistlichen, umgeben von zahlreichen Honoratioren, zu der Stelle, an der später der Altar stehen sollte. Dort weihte Dr. Hammels den Grundstein, der dann in die Apsis des Mittelchores eingesetzt wurde. Die Urkunde mit lateinischem Text wurde anschließend, in eine Kapsel verschlossen und in den Grundstein eingelassen. Musikalische Begleitung hierzu leistete der Kirchenchor mit der Motette »Potestas ejus« von Hartmann.

Der Weihbischof beendete die Feier mit einer Ansprache, in der er die Notwendigkeit zum Bau der neuen Kirche in Eicken hervorhob.

 


 
  • Suche
  • Patrozinien
  • St. Albertus
  • St. Barbara
  • St. Maria Rosenkranz & St. Elisabeth
    • Aktuelles
    • Gottesdienste
    • Wochenmitteilungen
    • Wort für den Tag
    • Die Kirche
    • Geschichte
      • Namenspatron
      • St. Elisabeth
        • Nr. 1 - Hl. Elisabeth
        • Nr. 2 - Grundsteinlegung
        • Nr. 3 - Pfarrerhebung
        • Nr. 4 - Zum 75. Jubiläum
        • Nr. 5 - Glocken in St. Elisabeth
        • Nr. 6 - Schönstattschwestern
      • St. Maria Rosenkranz
    • Leben in der Gemeinde
    • Kinder und Jugend
    • Elternangebote Projekt HOME
    • Gruppen
    • Stiftung für Kinder und Jugendliche Eicken
    • Trauerpastoral Grabeskirche
    • Machen Sie mit
    • Kontakt St. Maria Rosenkranz
    • Kontakt St. Elisabeth
    • Suche
    • Archiv
  • St. Mariä Himmelfahrt
Impressum | Nutzungsbedingungen | Haftungsausschluss | Datenschutzerklärung